
Buddha im Regen!
16 Teg Suedostasien liegen jetzt schon hinter mir, weiter 16 werden folgen!
Ich bin in Siem Reap, Kambodscha und werde ich nun berichten was ich hier mache, wie ich hier hin gekommen bin und woher ich ueberhaupt komme!
Am Sonntag Morgen habe ich noch, unter einer Horde betrunkener deutscher Jungs, in Saigon gefruehstueckt und bin danach mit 10 anderen Leuten ins Mekong-Delta aufgebrochen. Schon am Samstag hatte ich mich auf Malariamittel gesetzt, um im sumpfigen Delta keine Schwierigkeiten zu bekommen! Die Busfahrt war, wie immer hier unten, beschwerlich, da Bruecken aus irgendeinem Grund durch 20cm hohe Bordsteinkanten abgesetzt sind. Aber das Versprechen, eine asiatische Bilderbuchlandschaft zu sein, hat es gehalten!!! Nach der Busfahrt sind wir auf ein Boot umgestiegen, haben schwimmende Maerkte und ein paar landwirtschaftliche Betriebe besichtigt! Mittagessen gab es bei einer Familie auf einer Insel, die sich einige Wuergeschlangen im Garten hielt!

- fischer

- Marktfrau
Oft hatte ich das Gefuehl durch ein Museum zu schippern, da die Lebensbedingungen der Menschen dort doch doch sehr sehr einfach sind. Aber das Delta ist ein fruchtbares Land und die Leute ware, soweit ich das beurteilen kann, nicht wirklich arm und man wurde nicht standig, wie in der Stadt, angehalten etwas zu kaufen. Vielmehr war dieses Boot mit den ganzen „Fremden“ scheinbar eine grosse Attraktion, denn wo auch immer wir hinkamen wurde uns zugewunken und alle Menschen rannten ans Ufer!
Am Abend sind wir noch ueber einen Markt gelaufen und dann, bei Blitz und Donner auf unser Hausboot uebergesetzt, wo wir einen scheonen Abend hatten, bis dem Besiter nach einer halben Stunde das Bier ausging! Am naechsten Morgen mussten wir aber sowieso wieder um halb 6 raus!

fliessige Marktfrau
Am naechsten Morgen gings dann, mit einigen Stopps, immer der Quelle nach, in Richtung Grenze!

Leben am Mekong...

unser Boot fuer 10 Stunden!
Um 6 Uhr Abends sind wir dann im stroemenden Regen in Phnom Penh angekommen und es war nicht so leicht ein Zimmer zu finden. Zum Glueck war ich nicht allein, sondern mit Kylie aus Sydney unterwegs und wir haben uns, zusammen mit unserem TukTuk-Driver und unserem Gepaeck auf Suche gemacht!

unser Driver!
Letztendlich haben wir dann pitschnass im halbueberfluteten Hotel „Royal“eingecheckt, welches seinem Namen nicht ganz gerecht wurde, aber wenigstens freie Betten aufweisen konnte.
Am naechsten haben Kylie, Nick, den wir im Hotel kennengelernt haben, und ich uns ein TukTuk fuer den ganzen Tag gemietet, um uns alle Sehenswuerdigkeiten der Stadt auch bei Dauerregen anschauen zu koennen!

Phnom Penh in der Regenzeit!
Als erstes sind wir zu den Killing Field gefahren, die etwas ausserhalb der Stadt liegen! Allein hier hat die Rote Khmer bis 1985 ueber 20000 Menschen ermordet, die irgenteine Art von Bildung aufweisen konnten. Die Massengraber wurden erst vor kurzer Zeit von heimkehrenden Fluechtlingen entdeckt und aufgehoben. Die Totenkoepfe wurden nach Alter der Opfer sortiert und in ziemlich abartiger Weise in einem Tempel presentiert.

Killingfields
Den Rest hat uns danach aber ein Museum in der Stadt, welches einmal eine Schule war und unter den roten Khmer zu einem Gefaengnis, nein zu einer riesen grossen Floterkammer umfunktioniert wurden. Die meisten Opfer waren gebildete Buerger aus Phnom Penh, unter ihnen auch viele Kinder. Die roten Khmer waren dafuer bekannt alles sehr genau zu dokumentieren und so gibt es fast von jedem Opfer 2 Fotos. Einmal tot und einmal lebendig. Die Frau, die uns durch das Museum gefuehrt hat, war damals 13 Jahre alt und hat hier ihren Bruder und ihren Vater verloren. Sie konnte, so erzaehlte sie uns, vor ein paar Jahren Einblick in die Akten nehmen und genau nachvollziehn, was mit ihrer Familie geschah. Datum, Uhrzeit und welche Art von Folter angewendet wurde. Dieses Museum hat uns den Rest gegeben, uns aber auch erklaert warum Phnom Penh so ist wie es ist – kaum befestigte Strassen, Dreck und unendlich viel Armut.

Blick aus meinem Zimmer.
Vorgestern Morgen bin ich dann nach Siem Reap aufgebrochen! Die Stadt ist, wie es abzusehen war, ziemlich touristisch, aber das hat ja auch seinen Grund : Die Tempel von Angkor! Darauf habe ich mich unendlich gefreut und habe heute Morgen schon die ersten gesehen!
Mehr dazu gibt es aber Morgen, wenn ich mir die Grossen Drei angeschaut habe!
Euch allen viel Spass auf der Kirmes und trinkt einen fuer mich mit!